Nach einer langen Nacht für die Entwickler und Kopfzerbrechen der Jury steht der Sieger des 36h Game Contests fest. Fünf Teams haben während der mediale* ein Spielkonzept ausgearbeitet und entwickelt. Die Preise überreichte gestern Abend Alex Werner von Crytek.


Andreas Herbig, Christian Rieß und Christian Zajac haben am Dienstagabend mit dem Spiel „fabrics of reality“ den 36h Game Contest der mediale* 2009 gewonnen. In weniger als zwei Tagen haben sie ein Flashgame entwickelt. Die Thematik für das Spiel haben sie erst kurz vor Wettbewerbsbeginn erfahren.

„Wir wollten durch die thematische Vorgabe mal etwas völlig neues sehen“, sagt Jurymitglied Will Weber. Vorgabe für die Entwicklung war eine Filmszene aus einem Woody Allen Film, in denen die Protagonisten etwas völlig anderes denken, als sie sagen. In der Szene sprechen die Charaktere miteinander – der Untertitel verrät allerdings, was sie tatsächlich während des Gesprächs denken.

Die fünf teilnehmenden Teams sind unterschiedlich an die Entwicklung herangegangen. Manche würden spazieren gehen und andere sich gleich in die Arbeit stürzen, sagt Will Weber. Die Entwicklung von Spielen ist ein kreativer Prozess und jeder gehe dabei einen anderen Weg. Nach einigen Stunden hatten die Teilnehmer dutzende A4-Blätter mit Spielkonzepten beschrieben und in Adobe Flash die ersten Zeichen des Codes getippt. Andere hatten zur selben Zeit 3D-Modelle für ihr Spiel entworfen. So verschieden die Leute – so verschieden das Vorgehen.

Nach gemeinsamer Entscheidung von Alex Werner und den weiteren Jurymitgliedern, setzte „fabrics of reality“ die Thematik am besten in einem Spiel um. „Wir hatten direkt am Anfang eine gute Idee, die Umsetzung war aber nicht so einfach“, sagte Christian noch kurz vor der Preisverleihung und ergänzte: „Auch die Zeit hat uns am Ende ziemliche Probleme bereitet. Wir konnten nicht alles umsetzten, was wir geplant hatten. Am Ende haben wir glücklicherweise noch eine Finalversion fertig gestellt.“

Jurymitglied und Professor an der Hochschule Darmstadt, Tilmann Kohlhaase, hat zu Beginn der Preisverleihung aber eine Überraschung für die ersten drei Plätze des Wettbewerbs. Man wolle die Ergebnisse und Leistungen der Teilnehmer würdigen und teile das von der Firma Crytek gesponserte Preisgeld in Höhe von 1000 Euro unter Platz eins (500 Euro) bis drei (100 Euro) auf. So erhielten auch die Zweitplatzierten Boris Weber und Marcus Braun für ihr Spiel „Beeing Woody“ ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro.


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